MALTA MARATHON – EIN WARMER JAHRESSTART

Meine Marathonsaison startetet dieses Jahr schon im Februar und für das Training im Winter wollte ich einen Wettkampf unter warmen Bedingungen absolvieren. Also habe ich mich für den Malta Marathon angemeldet. Diesmal wollte ich mir mal ein Hotel gönnen, denn ich war ja für 5 Tage auf der Insel. Die Anreise war echt schön und der Blick über die Alpen war fantastisch. Auf Malta angekommen bin ich mit einem  Shuttle zum Hotel gebracht worden und von hier aus sollte der Marathon-Urlaub beginnen.

Das Hotel habe ich ganz bewusst nach verschiedenen Kriterien ausgesucht: wenige hundert Meter vom Zielbereich entfernt, einen Spa Bereich und das Hotel hatte sogar noch ein Fitnessstudio. Bei meinem Gepäck war ich auf die winterlichen Temperaturen in Deutschland und auf die 15 Grad im Mittelmeer eingestellt.

Am Abend meines Anreisetages konnte ich schon die Startunterlagen abholen und da haben sich die Malteser mit der Organisation ein wenig übernommen… Ich war kurz nach Öffnung um 19 Uhr im Organisationshotel angekommen und es standen 10 weitere Läufer vor mir. Nach 35 Minuten hatte ich dann auch meine Startnummer und hinter mir war sie Schlange von Marathonläufern echt lang geworden und mit der mediterranen Gemütlichkeit an der Startnummernausgabe, sollten wohl die letzten Läufer Ihre Nummer erst gegen Mitternacht erhalten. Ich war versorgt und konnte nun meinen Urlaub beginnen.

Am Freitag bin ich erst einmal in die Hauptstadt von Malta gefahren und habe mir sehr beeindruckende Gebäude und Kirchen angesehen. Valletta bietet neben Einkaufsstraßen und kleinen Altstadtgässchen auch beeindruckende Festungen. Im Hafen wurde sogar ein Salut aus Kanonen abgefeuert und das Wetter versprach beste Bedingungen für den Wettkampf am Sonntag.

Da das Busfahren in Malta echt super günstig ist, bin ich am Samstag nach Mdina gefahren, diese alte Festung war die erste Hauptstadt auf Malta und von hier aus, sollte auch der Marathon starten. Heute hat mich das Wetter wieder in die Realität zurück geholt und mir unmissverständlich klar gemacht, dass wir noch Winter hatten. Es hat den ganzen Tag nur geregnet, aber das hat von meiner Entdeckungstour nicht abgehalten. Am Abend habe ich das erste mal auf die traditionelle Pastaparty verzichtet und zu Burger und Pommes gegriffen und mir für das Hotel noch einen leckeren Brownie mitgenommen. Da ich einen Wake up für vier Uhr bestellt habe, hieß es früh ins Bett gehen.

Der Sonntag war da alles war ich an Technik zu bieten hatte klingelte um 4 Uhr in der Frühe. Mein Frühstücksritual: zwei Bananen und eine Dose Redbull sollten ich aus dem Bett bringen und ich habe mich ganz gemütlich auf den Lauf vorbereitet. Das Hotel habe ich im kurz nach halb sechs verlassen denn ich musste ja noch den Pickup-Platz suchen und wollte auch nicht der letzte sein, der den Bus betritt. Die Busse waren überpünktlich und mein Bus ist schon um viertel vor sechs zum Startbereich gefahren, das war natürlich viel zu früh und so standen einige hundert Marathonläufer schon um kurz nach sechs bei Orkanböen vor der alten Festung Mdina und haben versucht sich irgendwie zu schützen. Der Startschuss sollte um halb acht fallen und die Wetterbedingungen waren nicht gerade das, was man sich so vorgestellt hat. Im Startbereich spielte eine Blaskapelle und die 800 Läufer und ich waren jetzt froh, dass es gleich los geht und wir unsere kalten Körper in Bewegung bringen können. Pünktlich um halb acht ging der Lauf los und wir bewegten uns in Richtung Küste. Beim Lauf selbst, waren die Wetterbedingungen nicht ganz optimal, erst stürmte es, dann setzte noch Regen ein und zum Zieleinlauf hatte ich strahlendes Sonnenwetter. Die Strecke war weniger von Schaulustigen besucht, aber sämtliche Pfadfinder Maltas standen an der Strecke und haben jeden einzelnen Läufer angefeuert. Da tendenziell die Strecke Bergab geht, sollte man im Vorfeld schon seine Oberschenkel trainiert haben. Die letzten Kilometer nach Valletta und im Hafen von Valletta haben jeden einzelnen Läufer noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren lassen und wir waren alle sehr Glücklich den Zielbereich zu sehen. Wenige Meter vor dem Ziel wurden dann noch einmal die Halbmarathonis von den Marathonis getrennt, da es für jede Disziplin eine andere Medaille gab. Die Versorgung im Zielbereich war mehr als Fürstlich, wir haben alle sofort Getränke und Obst bekommen, selbst Massagen wurden direkt wenige Meter nach dem Zieleinlauf angeboten.

Nachdem ich meinen Kleiderbeutel bekommen habe, bin ich ins Hotel gegangen und war echt froh, das es noch so früh am Tage war, so konnte ich erst im Spa Bereich relaxen und anschließend einhundert kleine Fische an meinen Füßen knabbern lassen um dann am Abend bei der Siegerehrung wieder topfit zu sein.

In Malta erfährt man erst bei der Siegerehrung, welchen Platz man gemacht hat. so kommen noch einmal alle Läufer zusammen und feiern gelassen im Organisationshotel.

Leider ging es am Montag nach dem Englischen Frühstück wieder zurück ins kalte Berlin und ich freue mich schon, wenn wir die nächsten Läufe auch mit kurzen Laufsachen absolvieren können.