Kolumne Urban Run – Teil 2

Erlebe deine Stadt - Jeder hat einen Buddy

Meinen ersten Marathon bin ich 2013 im UNESCO Weltkulturerbe Schorfheide gelaufen, doch im Grunde meiner Waden bin ich ein Asphaltläufer und ich liebe es durch die Stadt zu laufen und neue Ecken zu entdecken. In der Kolumne „Urban Run“ schreibe ich regelmäßig über meine Läufchen durch die Stadt.

In der Corona Zeit sind die meisten bis fast alle Wettkämpfe ausgefallen, mit Ausnahme von einigen kleineren privat organisierten Rennen. Aber als ambitionierter Marathonläufer habe ich mich immer auf spezielle Läufe vorbereitet und mein Training auf genau diese Ziele ausgelegt. 

In diesem Jahr sollte alles anders sein und die Motivation längere Läufe zu machen sind der Bequemlichkeit und anderen Interessen gewichen. 

Einige Laufgruppen haben in dieser Zeit einige Challenges in den Laufalltag eingebracht und auch ich, habe mich bei einigen Aufgaben angeschlossen und mir eine eigene Herausforderung gesucht: Ich will bei meinen Stadtläufen versuchen alle Berliner Buddy Bären zu finden und zu fotografieren.  

Und dabei haben mich die Bären und ihr Freunde durch die ganze Stadt gejagt. Und ich bin mit dieser Aufgabe noch nicht fertig, denn ich habe in den letzten Monaten noch nicht einmal die hälfte aller Buddy Bären in Berlin durch Zufall entdeckt. Was mir besonders wichtig war: Dass ich die Buddys beim laufen entdecke und nicht geplant zu den Buddys fahre.

Zu einigen Buddys habe ich schon seit einigen Jahren ein wirklich inniges Verhältnis, denn 2015 habe ich bei meinem ersten Ultra-Marathon den 100 Meilen von Berlin meinen Lieblingsbären getroffen und ich durfte auf dem Buddy unterschreiben. Dieser Bär ist wie ich dauernd in der Stadt unterwegs und ich habe mich sehr gefreut, dass ich ihn zur Zeit in der Mall of Berlin besuchen kann. 

Aber auch andere Bären, wie der Bär vor der privaten Kantschule in Steglitz haben mir ein lächeln ins Gesicht gezaubert, denn nicht nur wir sollen eine Maske tragen auch der Buddy trägt ganz vorbildlich seine Maske und zeigt uns allen, wie man trotz Maske modisch daher kommt. 

 So habe ich in den letzten Wochen so einige Kilometer auf die Uhr bekommen und konnte mit meiner eigenen Challenge meine längeren Läufe mit ein wenig Abwechslung versüßen. 

Einige meiner Lauffreunde von der Laufgruppe Wechselzone haben sich auch zur Aufgabe gemacht sämtliche Buddys zu besuchen und so habe ich einige Tipps bekommen, wo sich sehr schöne Buddys verstecken, denn nicht alle Bären sind frei zugänglich oder auf den ersten Blick zu sehen. 

Der Buddy Bear im Berliner Zoo steht hinter der Kasse und vor der Einlasskontrolle und ich habe ihn zu erst nur im Augenwinkel gesehen. Da ich seine bunte Aufmachung so interessant und schön fand, habe ich dann gleich einmal gefragt, ob ich ein Foto machen dürfte und hier hat sich mal wieder gezeigt, wer freundlich ist, kommt weiter!

Die Wärter waren auf einmal so interessiert an meiner Challenge, dass ich einen kurzen Vortrag über die Buddys halten musste. Zum Glück habe ich am Vorabend ein paar Daten, Zahlen Fakten gelesen.

Aber nicht alle Bären konnte ich so gut fotografieren, denn die Bären in den Botschaften waren auf dem Botschaftsgelände, oder direkt in den Botschaften nicht frei zugänglich. Dennoch lasse ich mich nicht davon abhalten lassen diese Challenge so lange in mein Laufprogramm zu übernehmen, bis ich alle Buddy Bären besucht und fotografiert habe. 

Da die Buddys über das ganze Stadtgebiet verteilt sind, musste ich auch schon mal den einen oder anderen Umweg laufen um einen Bären zu finden, aber nur so kannst du deine Stadt entdecken. 

Oben in Berlin Tegel habe ich meine Hausrunde ein wenig ausgedehnt und durch einen wirklich dummen Zufall einen Buddy auf dem Vordach der Feuerwehr im angrenzenden Feuerwehrmuseum gesehen. 

Alleine mit den Bildern der Buddy Bear Challenge könnte ich bis jetzt schon eine abendfüllende Diashow veranstalten. Aber mein DiaProjektor heißt heute Instagram und so habe ich die letzten Wochen so einige Bilder und Buddys in meinem Instagram Account gezeigt. 

Es gab aber auch Begegnungen in der Stadt, die mir echt schöne Erinnerungen ins Gedächtnis gerufen haben. 

Die Blue Man Group habe ich bereits vor 16 Jahren kurz nach der Primäre gesehen und ich erinnere mich noch so gerne daran zurück. Deshalb war es echt Lustig die drei blauen Bären mit meinem blauen Shirt zu sehen. 

Ich kann jedem nur empfehlen sich die Laufschuhe zu binden und auch mal abseits der bekannten Strecken zu laufen und neue Ecken in der Stadt zu finden. 

Nächste Woche werde ich was zu meinem Lieblingsthema schreiben: Respekt auf dem Asphalt

Bleibt gesund und nicht vergessen, nur wer mit offenen Augen läuft kann auch was entdecken.  

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